Ghana 4 – Der Medizinmann

Larabanga war also kein angenehmes Erlebnis. Aber so ist das eben auf Reisen, schlechte Erfahrungen gehören genauso dazu. Und wäre es nicht passiert, hätte ich jetzt nicht diese spannende Story zu erzählen. Also wie gings jetzt weiter?

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Wir gingen noch eine Weile bis wir Schatten fanden. Was machen wir jetzt? Weitergehen und hoffen dass bald die nächste Stadt oder Dorf kommt? Nein, das wäre zu ungewiss. Zum Glück war die Frage bald überflüssig, als wir ein Taxi auf uns zufahren sahen. Wir wussten ja, wo unser nächstes Ziel war, also fuhren die Ersten mit Gepäck ins nächste Dorf, Damango. Ein paar Leute und Ich blieben zurück und warteten, bis der Taxifahrer wieder zurückkommt. Eine Stunde später kam der Fahrer zurück und wir kamen im Roman Catholic Hostel in Damango an.

Abends saßen wir noch lange zusammen und quatschten über Gott und die Welt.

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Lecker Joloff

Das Hostel in Damango
Das Hostel in Damango

Wir schliefen nur eine Nacht in Damango, am nächsten Morgen ging es schon weiter nach Kintampo. Um den Bus zu erwischen, mussten wir um 5:30 am Busbahnhof sein. Wir waren dementsprechend müde und versuchten während der Fahrt zu schlafen. An einer Haltestelle stieg ein Mann ein. Er trug ein spezielles Tuch um den Kopf und versuchte den Leute im Bus etwas zu verkaufen. Wir erkundigten uns, was er verkaufen wollte und die Dame am Nachbarsitz teilte uns mit, dass dies ein Medizinmann sei, der seine "magischen Körner" verkauft. Als er immer näher kam entdeckte ich plötzlich einen Skorpion auf seinem Turban!! Wiederum fragte ich die Dame, ob das denn Absicht sei? Sie nickte nur. Medizinmänner haben oft Skorpione bei sich. Warum auch immer. Ich dachte mir, dass er den Stachel vielleicht abgeschnitten hat, aber nein, er war noch dran. In ganzer Pracht sah man den sehr spitzen Stachel des Skorpions. Er fuhr ganze anderthalb Stunden mit und ich, nein eigentlich wir alle, hatten den Skorpion immer im Auge. Vor allem weil er ihm einmal auf dem Boden gefallen ist. Da waren die Beine aber ganz schnell in der Luft... Als es soweit war, vergewisserten wir uns einige Male, dass er auch wirklich mit Skorpion aussteigt.

In Suale mussten wir in einen kleineren Bus (also ein Trotro – genau!) umsteigen. Dieser war wieder total überfüllt. Sowohl Menschen, als auch Tiere begleiteten uns. Während der Fahrt begann es sehr stark zu regnen. Man kann es erraten: es tropfte überall in den Bus hinein. Mit Taschentücher versuchten wir die Löcher so gut es ging zu stopfen, das war aber nur bedingt möglich, denn die Straße war so schlecht, dass der Bus immer von einer Seite auf die andere wackelte. Schlaglöcher mit einem Durchmesser von einem Meter gab es alle 10 Meter.

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In Kintampo bezogen wir unser „Life Hostel“ - wir mussten uns, wie schon gewohnt, wieder selber um frisches Wasser und Duschwasser kümmern.

Am Nachmittag fuhren wir zu den bekannten Kintampo Wasserfälle. Das war schon sehr beeindruckend.

Am Abend saßen wir wieder beisammen, hörten Musik und genossen diese schöne Reise und die Momente, die wir bis jetzt erleben durften.

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Großartiges sehen und Atemberaubendes tun.

WL

 

 

Ghana 4 – Der Medizinmann

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