Ghana 5 – Ein Abendessen der anderen Art

Nächster Halt meiner Reise war Boabeng Fiema – Ein Affenpark. Die kleine süßen Affen kamen wirklich sehr nahe.

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Nach diesem Spaziergang ging es weiter nach Sunyani/Odumase. Die Fahrt mit dem Taxi dorthin war auch ein Erlebnis, denn der Taxifahrer fuhr so schnell, dass bei einem Schlagloch auf einmal der Kofferraum aufging 😀 .  Aber alles war noch drinnen, also ging es weiter.

In Sunyani angekommen erwartete uns bereits Father Richi, den einer meiner Freunde kannte. Das ist auch der Grund wieso wir bei ihm schlafen durften. Father Richi ist ein Salisianer, der mit anderen Salisianern gemeinsam ein Boys Home betreibt. In diesem dürfen Kinder übernachten und zur Schule gehen. Es gibt eine Werkstadt, einen Fußballplatz und vieles mehr. Wir durften auf Grund der Bekanntschaft in einem der Zimmer übernächtigen. Auch wenn das Geld in Ghana bei vielen Menschen knapp ist, sind sie trotzdem wahnsinnig gastfreundlich und laden dich sofort zum Essen ein.

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Am nächsten Tag gingen wir zum großen Markt in Sunyani. So ein ghanaischer Markt ist etwas ganz Spezielles: in der einen Ecke hört man laute Musik, in der Anderen predigt jemand. Überall spielen Kinder, Autos hupen ununterbrochen. Wir kauften Obst, etwas Brot und Milch.

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Am Abend waren wir eingeladen bei einem anderen Bekannten meines Freundes. Dieser lebte in einem typisch ghanaischen Haus mitten in Sunyani. Seine Frau kochte für uns Fufu. Wir freuten uns irrsinnig darauf, denn Fufu schmeckte uns allen sehr. Fufu besteht aus einem Püree und Fleisch. Wir saßen also am Boden und in der Mitte stand das Fufu in einer riesigen Schüssel. Die Frau hob erwartungsvoll den Deckel von der Schüssel - ihr erratet nie mit welchem Fleisch sie das Fufu kochte. Es war eine Bisamratte!! Normalerweise aßen wir Fufu immer mit Huhn, aber da sie so "hohen Besuch" erwartete, kaufte die Frau extra teures Bisamrattenfleisch für uns. Es lag im Ganzen in diesem Topf:

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Natürlich kosteten wir, aber es schmeckte leider wirklich nicht gut. Wir versuchten es so aussehen zu lassen, als würden wir das Fufu unseres Lebens essen, aber in Wahrheit zögerten wir jeden Bissen hinaus und aßen mehr Püree als Fleisch.

Es war trotzdem ein Erlebnis, welches ich nie vergessen werde. Von einer ghanaischen Familie zum traditionellen Abendessen eingeladen zu werden ist etwas Tolles 🙂

Was bei einer Buschmesse mitten in Ghana passierte und warum die Busfahrt in einem Chaos endete, gibts im nächsten Teil zu lesen 🙂

 

Großartiges sehen und Atemberaubendes tun.

WL

 

 

 

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