Ghana 6 – Lebensfreude und Todesangst

Fortgehen in Ghana? Wir wollten unbedingt das Nachtleben der ghanaischen Jugend erleben und verbrachten eine Nacht im Club Tyko und an der Stanford Bridge. Wir haben viel getanzt und gelacht - das Leben in vollen Zügen genossen. Ghanaisches Bier schmeckt übrigens sehr lecker.

Am nächsten Tag wurden wir von den Salesianer (bei denen wir in Sunyani schlafen durften) zu einer Messe eingeladen. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und fuhren mit den Novizen (Priesteranwärter) an einen relativ abgelegenen Ort, wo sich die Kirche befand. Alle trugen die traditionelle Robe und freuten sich auf die Messe. Ich war total begeistert und aus dem Häuschen von den 2 Stunden, in denen wir in dieser Kirche waren. Trommeln, Gesang und Tanz erfüllten das ganze Gotteshaus mit Lebensfreude. Purer Lebensfreude. Jeder sang mit- von groß bis klein.

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Eine Kirche in Ghana

Der Priester
Der Priester

Die Ghanaer freuten sich so sehr über unser Erscheinen und Mitmachen, dass sie uns am Schluss der Messe nach vorne zum Altar holten. Jeder musste sich vorstellen und seine Herkunft nennen. Die Menschen waren sowas von glücklich uns zu sehen und mit uns den Gottesdienst zu feiern. Sie applaudierten und schrien. Mit einer Bolognese durch die ganze Kirche endete das Spektakel.

Nach dem Gottesdienst wurde für uns extra Fufu gekocht und wir durften das eigens gebraute Bier kosten.

Der gedeckte Tisch nach der Messe
Der gedeckte Tisch nach der Messe

Am nächsten Morgen ging es um 5:00 früh weiter nach Elmina an die Küste Ghanas. Wir fuhren mit einem größeren Bus, aber das war uns egal, wir wollten sowieso schlafen. Ich schwöre hiermit die Wahrheit und nur die Wahrheit zu sagen: Der ganze Bus wurde aufgeweckt, als einige Frauen auf den vorderen Sitzplätzen total zu schreien anfingen. Irritiert und ahnungslos fragte ich die Dame, die neben mir saß, was denn los sei. Diese antwortete mir: "The busdriver just fell asleep." WAS? Der Busfahrer ist eingeschlafen??? Mir fiel das Herz in die Hose. Und zwar uns allen. Sie übersetzte uns dann noch die hitzige Diskussion zwischen einigen Fahrgästen und dem Busfahrer, der sich zu verteigigen versuchte. Keine Stunde nach Abfahrt ist der Typ also einfach eingeschlafen? Während er am Steuer saß? Dazu kommt noch, dass links ein Graben war und Gott weiß was passiert wäre, hätten die Frauen vorne im Bus den Busfahrer nicht rechtzeitig aufgeweckt. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich dann kein Auge mehr zugedrückt habe.

Der Bus in dem es passierte ...
Der Bus in dem es passierte ...

Unausgeschlafen und noch immer fertig vom Nah-Tod-Erlebnis im Bus kamen wir an der Westküste Ghanas an. Wir übernachteten einige Tage im "Stumble Inn" in Elmina. Wir bezogen diese süßen roten Huts, aßen Chicken Kebab mit Joloff Reis, spielten Uno und ließen diesen ereignisreichen Tag im Rauschen des Meeres ausklingen...

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Großartiges sehen und Atemberaubendes tun.

WL

 

 

 

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