Ghana 9 – Abschied

Die letzten Tage in Ghana...

Cape 3 Point heißt der südlichste Punkt Westafrikas – und den besuchten wir natürlich:

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Am Abend gabs dann Hummer – sehr sehr lecker!

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Der nächste Action-Punkt auf unserer To-Do-Liste in Ghana war eine Kanu-Fahrt in Akwida. Unser Hostel in Cape 3 Point war etwas abgelegen. Die Straße dorthin war sehr schlecht und bis zur nächsten Stadt dauerte es eine Stunde Autofahrt. Wir bestellten uns ein Taxi um nach Akwida zu kommen – mit etwas Verspätung kam unser "Taxi" auch an: 2 Mopeds für 5 Leute 😀 Einem Moped ging auf halber Strecke der Benzin aus – wir mussten also wieder warten bis ein, dieses mal richtiges, Taxi kam. Wir stiegen alle um und es ging los nach Akwida. Die Kanu-Fahrt selbst war super lustig und aufregend. Wir sahen viele Tiere, unter anderem riesige Spinnen.

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Am Abend dieses Tages spielten wir am Strand noch ein wenig Karten und genossen den Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen ging es nämlich auch schon weiter nach Takoradi. Unserer letzten Stadt vor der Heimreise.

Am nächsten Morgen am Weg vom Hostel auf der 1001-Schlagloch-Straße, wurden wir von einem Polizisten aufgehalten. Locker lässig steckte unser Fahrer ihm 20 cedi zu und wir durften weiterfahren. Unser Hotel in Takoradi hieß Amenla Hotel. Es gab fließendes Wasser und war halbwegs sauber. Wir schliefen nur eine Nacht dort, denn es war eigentlich nur ein Zwischenstopp auf dem Weg in die Hauptstadt, Accra, von der aus es zurück nach Österreich ging.

Also starteten wir unsere Heimreise früh morgens mit einer klassischen Trotro-Fahrt in Ghana. Auf der vier-stündigen Fahrt wurden wir in den ersten Stunden von einer predigenden Frau unterhalten, die letzten zwei Stunden durften wir einen ghanaischen Film sehen, der so laut aufgedreht wurde, dass man sich selber kaum mehr reden hörte. Aber nach fast vier Wochen Ghana nahmen wir das sehr gelassen und freuten uns auf Zuhause.



Ein letztes Mal aßen wir noch Joloff am Flughafen und ließen die Reise revue passieren. Wir lachten über die unglaublichen Momente, die wir erlebten, waren dankbar für die wunderbare Gastfreundschaft und natürlich sehr traurig, dass wir dieses aufregende und vielfältige Land verlassen müssen. Natürlich stießen wir an unsere Grenzen – sowohl kulturell als auch moralisch. Beim Schreiben dieser Tagebücher musste ich immer wieder den Kopf schütteln und grinsen, denn wer glaubt einem schon, dass man fast umgekommen wäre, weil der Busfahrer einschlief, oder ich eine Bisamratte gegessen habe!? Aber genau diese Momente machen einem bewusst, wie schön das Leben ist und wie toll es ist zu reisen. Afrika ist ein Kontinent der Widersprüche, geprägt durch die reiche Vorstellungskraft seiner Menschen, ihre sozialen Gesetze und Rituale, ihre Träume und Tabus, ihre Machtstrukturen und Glaubenssysteme. Diese Welt erscheint oft roh und gewalttätig, dann wieder zeitlos glücklich und gelassen. Viele fragten mich wieso genau Afrika? Wieso Ghana? Von allen Seiten kamen Zweifel, abschätzige Blicke und Missverständnis.

Ganz am Anfang dieser Ghana-Reihe habe ich geschrieben: „Was sind die wichtigen Dinge im Leben? Ist es Geld? Ein Job? Ein Traumhaus? Was ist Glück für Dich? Welche Träume hast Du?“

Afrika hat mir gezeigt, auf was es im Leben ankommt. Es ist nicht Geld, oder eine erfolgreiche Karriere. Es sind die Menschen, Freunde und Familie, es sind die Momente, in denen man lacht, in denen man Zeit hat zu leben.

 

Großartiges sehen und Atemberaubendes tun.

Wellenläuferin

 

 

Ghana 9 – Abschied

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