Eine Nacht in der Wüste

Schon mal eine Nacht in der Wüste geschlafen? Ich kann seit meiner Marokko-Reise diesen Punkt auf meiner Bucket-List abhaken. Und hier die Geschichte:

Der erste Tag startete um 6:30 mit einem leckeren Frühstück, gefolgt vom Treffpunkt mit den anderen Reisenden. Dann ging es auch schon los - Im überklimatisierten Bus Richtung Ouarzazate und schließlich in die Erg Chebbi Wüste. Die Landschaft war atemberaubend schön. Viele Olivenbäume wachsen hier im Atlasgebirge, gepflegt und umsorgt von den hier lebenden Berbern. Nach einem kurzen Stopp in Tizi n Barka (1300m), überquerten wir Tizi n Ticha (4000m). Später erreichten wir Ait Ben Haddou. Eine aus Filmen wie Gladiator, Game of Thrones oder Prince of Persia bekannte Stadt. In der Stadt gibt es mehrere Kahsbas und bis vor kurzem lebten auch noch Juden dort, heute aber nur mehr Berber.

Weiter ging es nach Ouarzazate. Hier gibt es 2 Filmstudios und sehr schöne Kasbahs, leider ist es einfach viel zu heiß um diese Uhrzeit (16:00). Unser nächster Stopp war in der Stadt Boumalne Dades - diese Stadt ist auch unter dem Namen Rose Valley bekannt, denn sie produziert eine Menge an Rosenprodukten wie Öle, Seifen und Parfums. Abends kamen wir in Tinghir an, wo wir im Kasbah de Dades Hotel schliefen. Zum Abendessen gab es Tajine und tolle Gespräche mit Menschen aus der ganzen Welt.

Der zweite Tag startete mit einem Frühstück um 7:30, Abfahrt war um 8:30. Nächster Halt war Tildil, eine Oasenstadt. Dort spazierten wir durch unzählige Gärten der Berber, die für sie lebensnotwendig sind. Es werden Tomaten, Mais, Alphaalpha, und vieles mehr angebaut.

Nach einem Besuch in der Kasbah der Stadt, führen wir weiter in Richtung Todraschlucht. Nach einer kurzer Erfrischung in der Quelle dort, ging es weiter zur Wüste - die Erg Chebbi Wüste. Dort angekommen wechselten wir von den Sitzen im Bus auf den Rücken von Kamelen. Und das war eines der coolsten Dinge, die ich je gemacht habe.

Wir ritten eine Stunde lang auf den Kamelen zu einem Berbercamp, wo wir etwas zu essen bekamen und zu typischer Berbermusik unter dem Sternenhimmel tanzten. Die Nacht war sehr klar, man konnte unzählige Sterne sehen. Eigentlich wollten wir draußen schlafen, doch ein plötzlicher Sandsturm und Regen jagte uns ins Zelt. Nach einer kurzen, aber sehr aufregenden Nacht ging es in der Früh wieder eine Stunde auf dem Kamel zurück zum letzten Lager vor der Wüste.

Nach 12 Stunden Busfahrt und Schmerzen in allen Gliedmaßen kamen wir wieder in Marrakesch an. Es war ein unglaublich toller Ausflug. Ich habe sehr viele neue Menschen mit verschiedenen Geschichten kennengelernt und ich realisiere wieder einmal, wie wenig man über andere Länder eigentlich weiß. Und genau das liebe ich am reisen: Jede Person, die du kennenlernst, erweitert deinen Horizont.

 

 

Großartiges sehen und Atemberaubendes tun.

WL

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „Eine Nacht in der Wüste

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